Brückenabau am Riederbach

Brückenbau am Riederbach

Nach beinahe zehn Jahren können Sie und wir Pfadfinder den Riederbach endlich wieder sicher und trockenen Fußes überqueren. Auf dem Fundament der ehemaligen Holzbrücke hat das Brückenbauteam der Pfadis die neue Brücke errichtet. Am Samstag den 3. März 2018 wurde das Bauwerk vollendet und zur Nutzung freigegeben. Der Weg bis zur feierlichen Einweihung war lang und nicht immer einfach, aber stets mit pfadfinderischem Eifer und Mut verbunden.

Als die marode Holzbrücke damals abgerissen und wir Pfadfinder dem direkten Zugang zu unserem Gruppenplatz beraubt wurden, war der Wunsch nach einer neuen Brücke groß. Beinahe ebenso lange wie eine Brücke vor Ort vermisst wurde setzte sich Gemeinderätin Andrea Baumann intensiv für einen neuen Brückenbau ein. Da sich die Aussichten auf den ersehnten Brückenbau lange in Wolken hüllten, errichtete man eine äußerst notdürftige Konstruktion aus einem Stahlträger und einem Sicherungsseil. Im Laufe der Jahre wurde die Behelfsbrücke zu einem abenteuerlichen Bestandteil einer jeden Gruppenstunde am Riederbach. Obschon die Behelfsbrücke gute Dienste leistete, wies sie erhebliche Defizite zu einer richtigen Brücke auf. Die Suche nach einer Lösung ging also weiter. Schließlich kam man beim Erörtern des Kosten-Nutzen-Verhältnisses zu dem Schluss, dass sich ein Neubau schlichtweg nicht lohnen würde.


An uns Pfadfindern lag es also für eine Alternative zu sorgen: Eine gebrauchte Brücke musste her!


    Aber wo findet man so etwas? - nunja, auf ebay-Kleinanzeigen leider nicht ( haben wir auch versucht, kleiner Scherz ;) ). Die Suche nach einer geeigneten Konstruktion gestaltete sich dementsprechend schwer. Da aber  die Pfadfinder so ein toller Verein sind und wir viele Freunde in und um Hilzingen herum haben, konnten wir schlussendlich doch ein Exemplar, unserer Anforderungen entsprechend, auftreiben. Wir sahen und nutzten unsere Chance in einem ausgedienten Wartungssteg der ZG Raiffeisen, welcher uns freundlicherweise von Konrad Maier zur Verfügung gestellt wurde. Nun hatten wir zwar eine Rohkonstruktion, aber eben noch lange keine fertige Brücke. Zunächst musste natürlich die Statik der Brücke für die neun Verhältnisse am Riederbach berechnet und umgesetzt werden. Statiker Martin Jordan zeichnete einen entsprechenden Plan und die nächste Phase des Brückenbaus war eingeleitet. Auf dem jährlichen Hüttenwochenende im November stellte unser Bauausschuss das Projekt im Verein vor und im Handumdrehen war ein starkes Brückenbauteam gefunden.

    Um den Steg dem Plan entsprechend anzupassen traf man sich zu Wochenendeinsätzen bei Holger Schmidle auf dem Hof. Man bohrte, kürzte, entgratete und schweißte was das Zeug hält und das Projekt nahm tatsächlich langsam Form an. Die vorbereiteten Bauteile wurden anschließend verzinkt und damit zur Montage bereit. Für das Brückenbauteam ging das Projekt also in die heiße Phase.

    Oder vielmehr in die Kälte. An einem Samstagmorgen im Februar war es dann endlich soweit. Mit schwerem Gerät wurde der Laufsteg unter vereinzelten Schneeflocken und der kritischen Beobachtung eines Biebers an seinen zukünftigen Platz am Riederbach gehoben und dort im Auflager der alten Brücke fest verankert. Das Brückenbauteam, bestehend aus Jugendlichen, Leitern sowie Helfern, packte die Herausforderung freudig mit beiden Händen an und wie im Nu waren am Steg Geländer, Laufgitter und Streben montiert bzw. angepasst. Die angepassten Streben wurden daraufhin verschweißt und wie die anderen Bauteile ebenfalls verzinkt. Bis die Streben schlussendlich an ihren Platz kamen, blieb die Brücke weiterhin für die Nutzung gesperrt.

    Die Brücke ist nun seit einem knappen Jahr im Betrieb und schlägt sich hervorragend. Nicht nur beim Transport der Materialien für die Gruppenstunden ist die Brücke eine große Hilfe sondern besonders auch für ältere Spaziergänger bietet sie eine komfortable Überquerung über den Bach dar. Damit die Brücke noch lange genutzt werden kann, bitte wir Sie die Brücke nur zu Fuß zu überqueren, für Belastungen durch Pferde oder deren motorisierten Verwandten ist die Konstruktion nicht ausgelegt.

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